
- Stiftungsfälle
Familienstreit eskaliert - Einsatzkraft wird verletzt
PMin Carina Nemmer, PI Nürnberg-West, wurde im Januar 2025 als Streife zu einem Familienstreit im Dienstbereich geschickt.
Vor Ort versuchte die Streifenbesatzung den Sachverhalt zu klären. Dies gestaltete sich schwierig, da sowohl die Ehefrau als auch der Ehemann nicht mitwirken wollten.
Ganz im Gegenteil. Der Ehemann nahm eine bedrohliche Haltung gegen den Einsatzkräften ein und das Ehepaar verlangte ständig das Abrücken der Streife. Dies wurde mit verschiedensten Beleidigungen untermauert.
Der Sohn der Familie und Mitteiler bei der Polizei hielt den Vater fest und zog ihn in das angrenzende Wohnzimmer. Von dort war dann auch eine lautstarke Auseinandersetzung zu hören.
PMin Nemmer und ihrem Streifenpartner gelang es in das Wohnzimmer zu gehen. Mit dem Erblicken versuchte der Ehemann die Einsatzkräfte anzugreifen. Ein erster Schlag gegen die Kollegin konnte noch abgewehrt werden. Hierbei gelang es dem Randalierer die Hand von PMin Nemmer zu ergreifen und ihr einen Fingerverletzung zuzufügen.
Erst mit Unterstützungskräften konnte der Ehemann zu Boden gebracht und gefesselt werden.
Aufgrund der Verletzung konnte die junge Kollegin mehrere Wochen keinen Dienst verrichten.
Der Personalrat Kai Greb stellte zu diesem Vorfall einen Antrag an die Bayerische Polizeistiftung, der positiv entschieden wurde.
Im Beisein der Dienststellenleitung LPD Peter Herold und PR Daniel Dorner-Bornschlegel sowie dem Dienstgruppenleiter PHK Oliver Kurr überreichte der Stiftungsvorsitzende Thomas Lintl eine Zuwendung an PMin Carina Nemmer.
Bild v. l. n. r.
LPD Peter Herold, Thomas Lintl, PMin Carina Nemmer, PHK Oliver Kurr, PR Daniel Dorner-Bornschlegel

