
- Stiftungsfälle
Heftiger Einsatz hinterlässt Narben auf der Seele
Im Dezember 2024 leistete POMin Celia Funkler, BPFI Ainring, für einige Wochen Dienst bei der PI Rosenheim. In den frühen Morgenstunden des 1.Weihnachtsfeiertags wurde sie dort zusammen mit weiteren Polizeikräften zu einem Einfamilienhaus geschickt. In dem Haus wurden durch den Mitteiler mehrere leblose Personen aufgefunden.
Nach dem Eintreffen durchsuchten die Einsatzkräfte das Haus und konnten im Schlafzimmer zwei tot im Bett liegende Kinder feststellen. Vor dem Bett lag eine augenscheinlich leblose Frau. Aufgrund der Verletzungen war klar ersichtlich, dass die Kinder nicht mehr am Leben sind.
Bei der fortgesetzten Durchsuchung des Wohnhauses wurden keine weiteren Personen mehr angetroffen.
POMin Funkler führte im Anschluss bei der Frau erfolgreiche Reanimationsmaßnahmen durch.
Die Gesamtsituation des Einsatzes führte in den folgenden Tagen, Wochen und Monaten zu massiven psychischen Beeinträchtigungen bei der jungen Beamtin. Bis zum heutigen Tage ist POMin Funkler in ärztlicher Behandlung.
Der Personalrat Enrico Bellstedt stellte aufgrund des Vorfalles einen Antrag an die Bayerische Polizeistiftung. Der Vorstand entschied eine Zuwendung an POMin Celia Funkler zu vergeben.
Unlängst konnte der Stiftungsvorsitzende Thomas Lintl im Beisein von LPD Walter Buggisch sowie dem Personalratsvorsitzenden Stefan Rehrl einen Scheck an die junge Beamtin übergeben.
Des Weiteren wurde POMin Funkler ein kostenfreier Aufenthalt in den Häusern der DPolG Stiftung angeboten.
Bild v. l. n. r.
Stefan Rehrl, LPD Walter Buggisch, POMin Celia Funkler, Thomas Lintl

