- Stiftungsfälle
Randalierer greift Beamten an und versucht Dienstwaffe zu ergreifen
PHM Andreas Steinbrecher, ZED Fürstenfeldbruck, wurde im November 2024 bei einer Personenkontrolle nicht unerheblich verletzt. PHM Steinbrecher war damals noch Angehöriger des PP München, PI 15.
Der Kollege Steinbrecher war als Zivilbeamter mit einem weiteren Streifenkollegen unterwegs, als sie in den Westpark geschickt wurden, da dort ein großes Feuer entdeckt worden war.
Beim Eintreffen im Westpark konnten die Einsatzkräfte zunächst keine große Rauchentwicklung erkennen. Bei der näher beschriebenen Örtlichkeit in der Nähe eines Rondells entdeckten sie eine männliche Person, da an einem Lagerfeuer saß.
Die Streifenbesatzung führte eine Personenkontrolle durch. Der Mann wirkte sehr aufgebracht und aggressiv. Als er versuchte in seine Jackentasche zu langen, wurde er aufgefordert dies zu unterlassen. Der Mann griff trotzdem hinein und PHM Steinbrecher versuchte die Hand aus Gründen der Eigensicherung zu ergreifen. Der Aggressor sprang daraufhin auf den Kollegen zu und versuchte ihn zu packen. Der Streifenpartner versuchte dies zu verhindern. Letztlich stürzten alle drei Personen zu Boden und es kam zu einem heftigen Gerangel.
Während der Widerstandshandlungen durch den Mann versuchte dieser gezielt die Dienstwaffe von PHM Steinbrecher aus dem Holster zu ziehen. Er hatte bereits seine Hand am Griffstück der Waffe. Nur mit erheblichen Kraftanstrengungen gelang es den Einsatzkräften dies zu verhindern. Der Angreifer konzentrierte sich dann darauf seinen Unterarm bzw. Hand gegen den Hals von PHM Steinbrecher zu drücken und somit das Atmen zu verhindern. Durch die Anwendung von unmittelbarem Zwang konnte sich der Kollege aus dieser Situation befreien.
Mit dem gleichzeitigen Eintreffen von Unterstützungskräften gelang es die Person zu umringen und gleichzeitig auf Distanz zu halten. Der Mann griff dann erneut in seine Jackentasche und zog einen metallischen Gegenstand heraus. Durch Spezialkräfte konnte die Person letztlich fixiert und gefesselt werden.
PHM Andreas Steinbrecher erlitt durch die Angriffe diverse Prellungen und eine Gehirnerschütterung.
Durch den Personalrat Walter Kämmerer, PP München, erfolgte eine Antragstellung an die Bayerische Polizeistiftung. Der Vorstand der Stiftung entschied eine Zuwendung zu vergeben.
Im Beisein von PPin Kerstin Schaller und EPHK Jörg Wuttke überreichte unser Stiftungsvorsitzender Thomas Lintl vor kurzem einen Scheck an PHM Andreas Steinbrecher. Der Personalratsvorsitzende Stefan Kemptner war bei dem Termin ebenfalls zugegen.
Der verletzte Beamte freute sich zudem über das Angebot eines kostenfreien Aufenthaltes in den Häusern der DPolG Stiftung.
Bild v. l. n. r.
PPin Kerstin Schaller, Stefan Kemptner, PHM Andreas Steinbrecher, EPHK Jörg Wuttke, Thomas Lintl


